Erfolgsgeschichte eines Türken: Vom Arbeiter zum Geschäftsführer

Salih Taşdirek (53) kam 1980 als Gastarbeiter aus der Türkei nach Deutschland. 14 Jahre lang arbeitete 14 Jahre er für ein Unternehmen in der Sicherheitstechnik. Heute ist er der Geschäftsführer des weltweiten Herstellers.
„Ich war sieben Jahre alt, als mein Vater als Gastarbeiter nach Deutschland kam", erzählt Taşdirek, dessen Familie aus der Stadt Nevşehir in der zentralanatolischen Region Kappadokien stammt. Der junge Salih absolvierte eine Ausbildung als Werkzeugmacher und fand schließlich eine Anstellung bei Erbacher & Kolb.
Das Unternehmen Firma Erbacher & Kolb in Dörnigheim bei Frankfurt hat sich auf das Objektgeschäft mit Sicherheitstechnik und Bauelementen spezialisiert.
„Ich habe schnell gemerkt, dass ich im Berufsleben wie ein Deutscher arbeite: präzise, qualitätsorientiert, pünktlich. Das hat mir sehr geholfen, Teil dieser Gesellschaft zu werden", so Taşdirek.
2003, im 85. Jahr des Bestehens ging die Firma Erbacher & Kolb insolvent. Da hat Taşdirek, inzwischen 14 Jahre im Unternehmen, sich nur eine Frage gestellt: „Ist das das Ende?" Nicht für Taşdirek. Er spuckte sich in die Hände und absolvierte ein BWL-Studium und baute die Firma neu auf.
Er sagte, dass ein fairer Wettbewerb zwischen den deutschen Unternehmen bestehe: „Wir beliefern wichtige deutsche Institutionen, einschließlich der Europäischen Zentralbank, Polizeistationen, Krankenhäuser und Privatbanken. In Hessen sind wir einer der drei besten Unternehmen in unserer Branche."
Taşdirek ist außerdem Vorsitzender des Maintaler Ausländerbeirats und Vizepräsident der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern.
05.11.2016