Türkische NGOs senden Hilfslieferungen nach Aleppo

Türkische Hilfsorganisationen haben eine Hilfskampagne für die Zivilisten in Syrien gestartet. In den letzten Tagen und Wochen wurde die Stadt stark bombardiert.
Die Bewohner Syriens leiden unter starkem Nahrungsmangel. Viele von ihnen seien kurz vor dem Verhungern, teilte der Türkische Rote Halbmond mit. Gemeinsam wollen die Hilfsorganisationen Trucks mit 1,125 Tonnen Getreide nach Syrien senden.
Am Mittwoch erreichten die ersten 125 Tonnen die türkische Zollgrenze in Hatay, nahe der syrischen Grenze. Die Getreidesäcke sind mit Aufschrift „Ihr seid nicht allein" beschriftet und sollen Schritt für Schritt nach Aleppo gebracht werden.
Auch die NGO Humanitarian Relief Foundation (IHH) hat 351 Trucks in Richtung Syrien losgeschickt. Sie sollen die Opfer der Bombardierungen in Aleppo noch diese Woche erreichen. Gleichzeitig stellte die IHH 20.000 Tonnen Nahrungsmittel für die syrische Bevölkerung zu Verfügung.
„Wir packen Brot, Sachen zum Frühstücken und Dosennahrung in die 20.000 Nahrungspakete", kündigte ein Sprecher der Organisation mit. Die Hilfslieferungen sollen noch am Sonntag Aleppo erreichen.
Zusätzlich haben sich auch viele kleine Organisationen der Kampagne angeschlossen, um die Bevölkerung in Aleppo zur Hilfe zu kommen. Sie organisierten auch Proteste gegen das Blutvergießen der syrischen Regierung in Aleppo.
Das syrische Regime und die von dem Iran unterstützen Milizen haben in Aleppo zahlreiche Hinrichtungen durchgeführt. Sie drangen in die Häuser ein und töteten die Bewohner „auf der Stelle". Die Vereinten Nationen (UN) berichteten, dass alleine am Dienstag mindestens 85 Zivilisten von Kräften des Regimes getötet wurden. Lokale Quellen sprechen von weitaus höheren Zahlen.
Quelle: Daily Sabah Foto: AFP
15.12.2016